Etappe 9
Vom Wasser zum Licht
Nachdem es 5 Kilometer lang in Stollen und Leitungen geflossen ist beendet das Morobbia-Wasser seinen Weg in der Wasserkraftanlage von Giubiasco, wo es Turbinen und Generatoren zum Laufen bringt; diese verwandeln die mechanische Energie in elektrische Energie. Mit drei Pelton-Turbinengruppen von je 700 PS ausgestattet, wurde die Anlage am 1. Januar 1903 in Betrieb gesetzt. Aufgrund der raschen Verbreitung der öffentlichen Beleuchtung und der wachsenden Nachfrage der Industrie wurde erwies sich bald eine Steigerung der Produktionsleistung als nötig. Eine vierte Turbinengruppe wurde bereits 1908 hinzugefügt. Es folgten weitere Ausbauten (1918, 1930, 1939, 1955), die oft zusammen mit einer Verbesserung der hydraulischen Einrichtungen einhergingen.
Die Leistung der Morobbia-Anlage
(1903–1970)
Zwischen 1969 und 1971 wurde zusammen mit dem Bau der neuen Staumauer auch die Kraftwerkanlage gänzlich erneuert.
Im modernisierten Kraftwerk erreichte die Gesamtleistung dank einer neuen Turbinengruppe nun 15'000 kW.
Im Innern des Wasserkraftwerks von Giubiasco im Jahr 1903.
Hier ist der «Weg des Wassers» zu Ende. Er wurde angelegt, um eine leichte, entspannende Wanderung an den Toren der Stadt zu bieten und um gleichzeitig einige Schlüssel-momente der jahrhundertlangen Entwicklung der elektrischen Stromversorgung in der Region Bellinzona zu präsentieren. Beim ewigen Konflikt zwischen Mensch und Natur, die jeden Fortschritt kennzeichnet, ist es den Bauherren der Morobbia-Anlage gelungen, die wirtschaftlichen Erfordernissen mit denjenigen der Umwelt zu verbinden und somit ein regionalgeschichtliches Kapitel zu schreiben, das es verdient, bewahrt und den zukünftigen Generationen übergeben zu werden. Dank der Leidenschaft und dem Einsatz von allen!
Das Wasserkraftwerk von Giubiasco kann man in 10 Minuten problemlos erreichen, indem man den Wegweisern folgt. Besichtigungen mit Gruppen von mindestens 15 Personen sind nach Voranmeldung beim Kommando-zentrum der AMB, T 091 850 49 00, möglich.