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Etappe 3

Die Wasserfassung der Valmaggina

 
 
 

Schon bei der alten Anlage wurde der Wildbach Valmaggina, ein linker Nebenfluss der Morobbia, zur Elektrizitätsgewinnung benutzt, womit die Wassermenge bedeutend erhöht werden konnte. Heute wird das Wasser der Valmaggina weiter bergaufwärts, nämlich um 663 Meter hoch, mit einer Fassung im Flussbett entnommen und erreicht den Zufuhrstollen durch einen 70 Meter langen, in den Fels getriebenen schiefen Schacht.

Die Wasserfassung ist mit einer unterirdischen Sandfang-Kammer verbunden, die dank einem einfachen, aber ausgeklügelten hydraulischen System (das heute fernbedient wird) es verhindert, dass Sand und Kies in die Leitungen hineindringen. Aufgrund von gefährlichen Stellen auf dem Weg sind diese Einrichtungen dem Publikum nicht zugänglich.

Die Einrichtungen der alten Wasserfassung. In der Mitte das Gitter.

 

Flächenmessung der alten Wasserfassung und des Verbindungsstollens gemäss dem ursprünglichen Projekt. Das Wasser wurde teilweise durch ein Absperrbauwerk aus Gesteinsmasse (1) umgeleitet, um dann in einen 128 Meter langen Stollen (2) zu fliessen, der zum Hauptstollen (3) führte. Die Verbindung konnte durch einen Ablassstollen mit Schleuse unterbrochen werden (4).

 

Die aktuelle Wasserfassung und der Sandfang

 
 
 

Das Wasser dringt ins Gitter der Fassung im Flussbett und fliesst in den Sandfang; der Zufluss kann durch eine Schleuse (2) unterbrochen werden.  Unter normalen Bedingungen füllt sich die Kammer, und das Wasser erreicht den Kanal, der es über den Zugangsschacht dem Stollen zuführt. Sand und Kies sammeln sich im Sandfang an, bis sie das Steuerrohr (4) verstopfen, welches ein durchlöchertes Gefäss (5) versorgt. Demzufolge entleert sich dieses und bringt somit den Hebel in Bewegung, der dann den Stöpsel (6) des oberen Tanks öffnet. Das Wasser fällt in den als Gegengewicht dienenden Behälter (7) der Ablassschleuse (8). Also öffnet sich die Schleuse, und das fliessende Wasser treibt das angesammelte Material in den Auswurfstollen (9). Da der Gegengewicht-Behälter mit speziellen Öffnungen ausgestattet ist, entleert er sich nach einer Weile, so dass die schwerere Schleuse wieder auf den Boden zurückfällt und der gesäuberte Becken sich von neu an füllt.

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